In den Räumen des alten Uhrmachers, in dessen Werkstatt er zwischen tickenden Uhren und ungenutzten oder kaputten, zum teil sehr verstaubten mechanischen Teilen er versunken arbeitet, hebt er auf einmal seinen Kopf, ein wundersames Vögelchen kommt durch das offene Fenster hereingeflogen und auf landet direkt vor ihm auf seinem Tisch.
Der Vogel scheint ein wahres, filigranes, technisches Meisterwerk zu sein. Dann beginnt dieser auch noch zu sprechen und behauptet, er sei ein Bote aus seiner Zukunft. Der Uhrmacher lacht ungläubig, doch der Vogel erzählt ihm von einer Welt, in der Maschinen die Menschen überholt haben. Das, was er dann noch weiter erzählt, stimmt den alten Meister nachdenklich.
Der Uhrmacher lehnt sich zurück, seine Finger spielen mit einem alten Taschenuhrgehäuse. „In dieser Welt“, fragt er, „haben die Menschen vergessen, wie man die Zeit liest?“ Der Vogel nickt energisch und erklärt, dass die Menschen nun in der Zeit leben, statt sie zu bestimmen.
Der Uhrmacher seufzt und blickt auf eine prächtige Standuhr, deren Zifferblatt im Sonnenlicht glänzt. „Zeig mir, wie es dazu kam“, fordert er den Vogel auf. Plötzlich füllt sich der Raum mit einem seltsamen Licht und die Uhren an den Wänden beginnen, immer schneller vorwärtszulaufen. Der Uhrmacher findet sich in einer futuristischen Stadt wieder, wo Menschen an holografischen Bildschirmen vorbeigehen, die durch die Luft schweben. Der Vogel flattert neben ihm her und zeigt auf die Bildschirme. „Das sind die neuen Zeitwächter“, erklärt er. „Sie zeigen, was war, und was sein könnte, aber nie, was ist.“ Der Uhrmacher beobachtet fasziniert, wie die Menschen scheinbar achtlos an den Bildschirmen vorbeigehen, als wären sie unsichtbar.
Fortsetzung folgt